Installation

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„Du bist, also gehst Du vorüber“. Ausgehend von dieser Gedichtzeile der polnischen Literaturnobelpreisträgerin Wislawa Szymborska, setzt sich Maria Rosina Lamp in der Installation Quintessenz mit ihrer eigenen Vergänglichkeit auseinander. So wie die fünf Wachsbüsten, die unverkennbar die Züge der Künstlerin tragen, sich unter dem unerbittlichen Brennen der Wärmelampen allmählich auflösen und dahinschmelzen, so muss sich der Mensch dem Fluss der Vergänglichkeit unterwerfen und hingeben.
Die Idee zu der Installation entstand 2007 für die Themenausstellung ZEITSPUREN des Kunstvereines DIE ROSENINSEL, wobei hier drei Skulpturen aufgestellt waren. Anläßlich des 50ten Geburtstages der Künstlerin wurde die Installation auf fünf Skulpturen erweitert und Ende 2007 in der Einzelausstellung QUINTESSENZ gezeigt. Zur Ausstellung faces wurde die Installation 2021 in der Galerie Paulo de Brito erneut aufgebaut.

Quintessenz: Wachsbüsten im Schmelzprozess, 2021
Quintessenz: Büste nach dem Schmelzprozess, 2008

Venus der Tüten

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Ein aus Kunststoff geformter Körperabdruck der Künstlerin, in der Haltung der Venus von Milo steht vor einem Berg aus Plastikmüll. Die Künstlerin konfrontiert uns mit unserem Konsumverhalten. In Deutschland werden jedes Jahr pro Kopf durchschnittlich 47 Kilo Verpackungsmüll weggeworfen.

Aus dem Inhalt der gelben Säcke läßt sich ein Persönlichkeitsprofil der Konsumenten erstellen, denn der Müll spiegelt deren Vorlieben und Lebensformen wider – so entlarven sich Vegetarier oder Fleischkosumenten ebenso, wie Haustierbesitzer oder Familien mit Kleinkindern. Der Plastikmüll wird zum Spiegel des menschlichen Verhaltens, seiner Sozialisation und Kultur.

Venus der Tüten, 2022, Teil des Zyklus Re-Cycle in der Ausstellung Plastic Phantastic

Mein Kosmos

Kunst = Installation
Mode = Spiegel
Sport = Tennisbälle

1.001 Tennisbälle sind in einem Raum mit schwarz gestrichenen Wänden und schwarzem Teppich verteilt. Unter Schwarzlicht leuchten gebleichte Stoffe und auch gelbe Tennisbälle. Viele unterschiedliche Spiegel, angelehnt an den Wänden, verdoppeln die Szenerie ins Unendliche. Die zweite große Leidenschaft der Künstlerin ist der Tennissport. Soviele Bälle hat die Künstlerin in fast vierzig Jahren aktivem Turniersport verbraucht.

Die Installation wurde zur Ausstellung Lichtblick 2023 im Atelier von Paulo de Brito gezeigt.

Mein Kosmos, Installation mit Tennisbällen unter Schwarzlicht, 2032

Klang der Farben

Zur Themenausstellung des Kunstvereines DIE ROSENINSEL im Jahr 2018 ließ sich Maria Rosina Lamp etwas ganz besonderes einfallen: Klangkissen in den vier Grundfarben, um Assoziationen zu Farbe und Klang zu wecken. Legt man das Ohr an eines der Kissen, ertönen spezielle Töne, die für die Künstlerin zur entsprechenden Farbe passen.

Herztöne zur Farbe ROT
Wellenrauschen zur Farbe BLAU
Gezwitscher eines Kanarienvogels zur Farbe GELB
Froschquaken zur Farbe GRÜN

Klangkissen, 2018, Schloßberghalle Starnberg
Klangkissen, 2018, Schloßberghalle Starnberg

Garten Eden

In der Kunst gibt es eine lange, künstlerische Tradition der Paradies-Darstellung. Sie reicht von Bildern des christlichen Garten Eden, über das goldene Zeitalter, das griechische Arkadien bis zum Schlaraffenland. Alle liegen verloren in der Vergangenheit oder unerreichbar im Jenseits. Aus heutiger Sicht scheint die Auseinandersetzung mit dem Paradies naiv, denn die modernen Paradiese – vom Einkaufs- bis zum Urlaubs- und Steuerparadies – sind höchst irdisch und käuflich. Die Kunst hat die Möglichkeit sich mit diesem Zwiespalt auseinander zu setzen und die Sehnsucht nach einem Ort des Glücks und der Harmonie auch im Anbetracht der derzeitigen politischen Situation erneut auszuleuchten.

Diese Installation wurde 2015 anläßlich der Ausstellung des Kunstvereins Starnberg zum Thema Paradies in der Starnberger Schlossberghalle gezeigt. Das goldene Bett stand im Freien hinter der Halle, durch die Glasfront der Bühne hatte man einen zentralen Blick darauf. In der Halle befanden sich neben dem Hinweisschild ein Podest mit Kopfhörern. Über diese waren verschiedene Schnarchgeräuschen von Menschen im Tiefschlaf zu hören.

Installation zum Thema „Paradies“, 2015 in der Schlossberghalle Starnberg